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Trash Collection 055:
BASKET CASE 2

tc055 230x328pxOriginaltitel: Basket Case 2
Regie: Frank Henenlotter
Darsteller: Kevin van Hentenryck, Judy Grafe, Annie Ross, Heather Rattray, u.a. 


Inhalt: Duane Bradley und sein entsetzlich deformierter Zwillingsbruder Belial haben den Sturz aus dem Fenster eines New Yorker Hotels überlebt und fliehen in die Obhut von Madame Ruth, die eine besondere Sympathie für Freaks hegt. Sie versteckt die beiden in ihrem Heim, in dem noch weitere entstellte, aber vornehmlich friedliche Kreaturen hausen. Während Belial sich unter seinesgleichen sichtlich wohl fühlt, verliebt sich der mit der Situation vollkommen überforderte Duane in Madame Ruths Enkelin Susan. Doch die Harmonie nimmt ein jähes Ende als eine sensationslüsterne Reporterin in das „Haus der Monster“ eindringt. Die Freaks setzen sich zur Wehr und sind dabei alles andere als zimperlich…

Bonusmaterial: Original Trailer, umfangreiche Bildergalerie, Informationen zur Entstehung von BASKET CASE 2, Bio-/Filmographie von Frank Henenlotter, Trailer zu BASKET CASE & BASKET CASE 3, animierte interaktive Menüs.

Sprachen: Deutsch, Englisch.

Laufzeit: ca. 86 min.

Bildformat: 1,78:1 (anamorph)


Reviews

Teil 1 endete mit dem einem Sturz aus dem Hotelfenster der zwangsgetrennten siamesischen Zwillinge Duane und „Fleischklops“ Belial. Auf dem Boden aufgeklatscht lagen sie blutüberströmt und wieder in ihrer ehemaligen Stellung: der deformierte Belial schön als 3. Hand an der Rippenseite platziert.
Teil 2 beginnt im Krankenhaus, denn beide haben überlebt, hurra! Dank einer unglaublich unauffällig inszenierten Flucht gelangen die beiden ins Haus von Madame Ruth und Enkelin Susan, deren Dachboden voll mit seltsam entstellten Gestalten ist. Mein persönlicher Liebling ist dieser kleinwüchsige Breitmaulfrosch, welcher mal eben locker spontan eine Arie zum besten schmettert. Eine hartnäckige Reporterin und ihr Fotograph sind den beiden auf der Spur. Dass mit „Freaks“ nicht gut Kirschen essen ist, bekommen die Paparazzis in einem Schnellkurs gesteckt, kurz und schmerzvoll …

Herr Henenlotter hatte richtig Geld, um diese Fortsetzung drehen zu können, was Vor- und Nachteile hat. Glücklicherweise halten sich diese in vielen Bereichen die Waage. Phantastisch abgelichtet ist der Mord des Reporters, welcher von allen „Freaks“ (die Anspielung an den 1932er sind überdeutlich) im Blitzlichtgewitter zerlegt wird. Auch die Szene mit Publikumsjoker in der Kneipe ist genial blutig.

Gefühlsmäßig sind wir auf einem neuen Niveau angelangt. Hier sehnt sich der „Normale“ zum „Abnormalen“ und die Randgruppe wird Mainstream. Der Blickwinkel verändert und erweitert sich. Genau so muss man mit einem Sequel umgehen.

Eine Fortsetzung des Kultfilms auf einer anderen Ebene, weg vom Schmuddelkino, hin zum Schmuddel-TV-Film, halloweenkompatibel und für Komplettisten essentiell. Kaufempfehlung für mindestens 87,2% aller Freunde der Trash Collection.

(Bernd)

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