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Amy Brammer und ihre POISON DOLLYS sorgen in THE REJUVENATOR (TC#101) für heißen Sound; und nicht nur für den Sound...


 

tc101a 230x328pxThe Rejuvenator ist ein hervorragender Vertreter des klassischen 80er Jahre Videotheken-Horrorfilms. Er enthält viele Zutaten, welche für diese Zeit so typisch sind. Ein ganz hippes Ding war damals die Kombination von Horror mit Hardrock. Denn wer auf harte Mucke steht, der steht auch auf harte Filme, so der Volksmund. Und die Marketing-Strategie.

Die Trash Collection hat schon einige Vertreter des Metal-Horrors im Programm. Denkt nur mal an... Night Train to Terror (TC#60)! An Shocking Heavy Metal (TC#83)!! Oder gar an Blood Song (TC#61)  – die brutale Blockflöte!!! In The Rejuvenator (TC#101) wurde alles richtig gemacht, denn hier wird zum harten Sound auch noch heiße Optik mitgeliefert: Der Sound wird von den Poison Dollys als Live-Performance dargeboten. Female Hair-Metal at it´s best! Und allein diese Minuten des Films rechtfertigen den Kauf der DVD!

Im August 2014 hatte ich die Ehre, mit Amy Brammer, ehemalige Sängerin und Front-Frau der Poison Dollys, ein Interview via Chat führen zu dürfen. Viel Spaß!

 

Das Interview mit Amy Brammer von den POISON DOLLYS


  

pd16Hallo Amy! Erzähl doch bitte wie es dazu kam, dass Ihr bei »The Rejuvenator« mitwirken konntet. Stimmt es, dass die beiden Songs, welche man im Film von Euch zu hören bekommt, nirgendwo auf Schallplatte, Tape oder CD veröffentlicht wurden?

Hallo! Ja, die beiden Songs sind tatsächlich exklusiv nur in »The Rejuvenator« zu hören. Wir haben an diesen Songs im Studio mit einem Produzenten namens David Brownstein gearbeitet. Wenn ich mich richtig erinnere war David ein Freund des Regisseurs von »The Rejuvenator«. Er hat ihm eine Demo-Version der Songs geschickt und die kamen gut an. Daraufhin wurden wir für den Film engagiert. Es war ein riesiger Spaß für uns!

Ja, das sieht man! Ich finde es auch klasse, dass der Regisseur Euch relativ großzügig Spielzeit im Film gegeben hat, sodass die Songs, vor allem der großartige Track "Nice Boy", entsprechend gut ´rüber kommen. Ehrlich gesagt war es nicht ganz einfach, Dich im Netz ausfindig zu machen, da ich nur Deinen Künstlernamen »Roulette« kannte. Wo kommt dieser Name eigentlich her?

Damals haben wir uns alle irgendwelche Künstlernamen zugelegt. Ich glaube ich habe meinen von einem alten Bon Jovi Song adaptiert. Und Du hast Recht, der Regisseur hat unserem Auftritt wirklich großzügig Platz im Film zugestanden. Wir haben damals auch alle unsere Freunde eingeladen, mitzumachen. Sie tanzen im Publikum und haben auch noch die eine oder andere Extra-Sequenz bekommen.

 

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Während im Film die Hauptdarstellerin einen jungen Mann um den Finger wickelt, spielt ihr auf der Bühne dazu passenderweise den Song "Nice Boy". Und man sieht, wie eine Bauchtänzerin dazu tanzt! Bauchtanz und Hardrock ist ja schon eine etwas ungewöhnliche Mischung. Wer hatte die Idee dazu und was hältst Du davon?

Ich habe keine Ahnung von wem die Idee stammt. Ich glaube, dass die Bauchtänzerin die Freundin von einem aus der Film-Crew war. Was ich davon halte? Nun, ich finde, es ist eine... sehr interessante Mischung.

 

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"Nice Boy" ist übrigens einer meiner ewigen Favoriten von allen Songs, die wir jemals gemacht haben. Das, was mich aber heute noch riesig ärgert ist, dass wir uns extremst mit dem finalen Mix beeilen mussten, um den Song für den Film-Einsatz fertig zu bekommen. Wir haben von dem Song nie einen richtig guten Endmix machen können.

Noch eine Randbemerkung: Als wir im Studio waren, haben wir als kurzes Intro für den Song "Hey Big Spender" interpretiert. Im Film wurde das dann aber nicht verwendet. 

 

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Ja schade, denn der Klassiker gibt ein perfektes Intro ab! Dem Song merkt man an, dass ihr Euch von dem einige Jahre zuvor veröffentlichen Debut-Album schon mächtig weiter entwickelt habt.

Amy, wie ist eigentlich Dein Verhältnis zu Horrorfilmen? Magst Du dieses Genre?

Um ehrlich zu sein, ich bin eher der Schisser und Horrorfilme machen mir Angst.

Bist Du noch in Kontakt mit den damaligen Mitglieder der Poison Dollys?

Ja, ich bin noch mit Gail (Schlagzeug), Gina (Gitarristin der Ur-Besetzung) und Laura (Ginas Nachfolgerin an der Gitarre) in Kontakt.

 

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Habt ihr in all den Jahren mal über eine Reunion nachgedacht?

Das wäre wunderbar, aber ich wohne in L.A., Laura in Florida und Gail in New York. Es gab aber mal vor ein paar Jahren die Idee, im Rahmen einer Reality Show die Band wieder ins Leben zurück zu holen. Das hat sich dann aber doch wieder in Luft aufgelöst.

Stell Dir mal vor, es würde doch mit einer Reunion klappen und ein Produzent würde erneut an Eurer Tür klopfen und um die Mitwirkung an einem Film bitten. Welches Genre wäre Dir dann am liebsten: Horror, Action, Liebesfilm ...?

Ganz klar: Action! Ich steh auf Filme mit toughen Typen!

... bei einem Stallone oder einem Statham würdest Du also nicht Nein sagen.

Ich glaube kaum, dass solche Leute an meine Tür klopfen, aber den Gedanken daran finde ich witzig.

 

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Wann hast Du Dir eigentlich zuletzt »The Rejuvenator« angeschaut? Gefällt Dir der Film überhaupt?

Ich finde, der Film macht richtig Spaß! Es ist sicherlich schon wieder eine ganze Weile her, dass ich ihn mir komplett angeschaut habe. Aber noch immer schicken mir Leute Links zu unserem Clip im Film und diesen Ausschnitt habe ich natürlich schon sehr viel öfter angeschaut.

 

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In »The Rejuvenator« geht es ja um eine alternde Schauspielerin, die gerne wieder jung wäre…

... ahhh... wenn es doch so ein Mittel wirklich gäbe...

Meinst Du das wäre wirklich gut? Ich meine, ich bin jetzt 44, aber ich hätte keine Lust, den Rest meines Lebens als 20jähriger zu verbringen.

Naja, ich fühle mich immer noch so jung, wie ich damals war, aber ich schaue natürlich nicht mehr so jung wie damals aus.

Hey, das kann ich auch unterschreiben.

:)

Und es gibt ja diesen Unterschied zwischen "älter werden" und "sich alt fühlen".

Da stimme ich Dir zu. Ich fühle mich definitiv nicht alt und das habe ich zum Teil auch meinem Pferd zu verdanken. Es verlangt von mir großen körperlichen Einsatz, und das hält mich fit.

Bei mir ist es das Laufen von Marathons, das mich fit hält. Und ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg: In »The Rejuvenator« war die Hauptdarstellerin von einer menschlichen Substanz abhängig, was den Tod des "Spenders" bedeutete.

Da sind mir unsere Methoden, um sich jung zu halten, lieber!

Amy, ich finde, das ist ein großartiger Abschluss-Satz für unser Interview. Vielen Dank! Wenn Du noch was loswerden willst...

Ich freue mich, dass immer noch Leute an diesem Film interessiert sind! Es ist der einzigste Film, in dem wir mitgewirkt haben, und deshalb wird er uns  immer in guter Erinnerung bleiben. Wir sind auch sehr glücklich darüber, dass der Song "Nice Boy" gewählt wurde, weil ich diesen Song ins Herz geschlossen habe. Er wurde nie veröffentlicht, weil wir nicht die Möglichkeit bekamen, ein zweites Album aufzunehmen. Ich wünschte, ich hätte noch ein paar Fotos von den Dreharbeiten, aber ich glaube, davon existieren gar keine...

 

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pd17Soweit das Interview mit der äußerst sympathischen Amy Brammer von den Poison Dollys.  Die im Interview verwendeten Bilder sind Screenshots aus der DVD-Veröffentlichung von cmv, unserer Trash Collection #101. Die beiden Poison Dollys Pressefotos habe ich mit freundlicher Genehmigung zur Verwendung von Amy bekommen. 

Eine Review zu »The Rejuvenator« findet ihr übrigens da -> Trash Collection 101 - Rejuvenator