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Trash Collection 063 - ANGST & SCHREIE DER NACHT

thumb tc063»Gnadenloser Backwood-Slasher und furchteinflößender Psychopathen-Horror - Ein Double-Feature, das Sie das Fürchten lehrt!« (Angst) »Ein düsterer Horror-Klassiker mit großartiger Besetzung, hervorragender Filmmusik und einer meisterlichen Regie!« (Schreie der Nacht)


 

 

 

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Angst


 

Das DVD-Cover zeigt ein Motiv, welche mich voll und ganz anspricht. Reisserisch und ehrlich zugleich, herrlich bunt mit phantastischen Farbkombinationen. Die nahezu komplette Story ist in diesem Motiv bereits integriert: ein defekter Bus, fliehende Mädchen und Jungs, und das Böse lauert im Wald...

Der Prolog des Films lässt meine biologischen Grundkenntnisse erschüttern: Hat Bambi einen Motorradfahrer gefressen? (Der unglaublich unspektakuläre Sturz, welcher einen vermissten Verletzten zur Folge hat, wird ständig durch Rehkitz-Footage unterbrochen.) Aber weit gefehlt, denn plötzlich schwingt er blutüberströmt vom Baum. Das ist nicht Bambis Handschrift! Mit Polizei und sonstigem unnötigen Gesindel hält sich ANGST nicht auf!

Stattdessen sehen wir einen Trupp geschlechtsreifer Jungs, deren IQ nicht bei allen auf einem erwähnenswerten Level angelangt ist. Besonders ein Typ namens Eggar platziert sich von Anfang an als Unsympath. Sie alle stehen unter der Fuchtel von Mike, dem Ranger, welcher hier mit seinem Trupp, samt Freundin und deren weibliche Schützlinge (oder so ähnlich, das wird nicht ganz klar kommuniziert und kann uns ja auch egal sein), in den Wald ziehen, um zu kiffen, zu stänkern, und um eine Handvoll Äste aus dem Fluss zu ziehen. Wirklich wichtig scheint die "Arbeit" aber nicht zu sein.

Fies finde ich, dass der Ranger die ganze Zeit mit seiner Freundin rummacht, während sich die Arbeiterklasse  schüchtern hinter den Büschen versteckt, um das andere Geschlecht bei der Körperpflege zu stalken. Eventuell wurde hier ein politisches Statement subtil eingetrasht?

Der Regisseur hat jedenfalls seine Hausaufgaben gemacht und stellt gleich von vorne weg klar, dass hier mal eine Durchgeknallte aus der nachbarschaftlichen Anstalt ausgesetzt wurde. Wie es dazu kam wird erklärt und ist dermaßen abstrus, dass mir beinahe mein Getränk entglitten wäre.

Eine weitere wichtige Zutat für diesen B-Slasher (B wie brilliant) ist die gammelige Hütte, deren Regale und Schubladen mit angebrochenem und nicht ordnungsgemäß gelagertem Dosenfutter und anderen Dekoartikeln verziert sind. Eggar wäre ein Traum von einem Einrichtungsberater (Ikea).

Eine Flucht per Boot in einem Fluss, in dem viel zu wenig Wasser fließt, finde ich generell schonmal klasse. Ein überflüssiges aber hübsches Beiwerk ist die Bemerkung "Ich kann aber nicht schwimmen!", welche mit "Keine Angst, ich bleibe in Deiner Nähe" quittiert wird. Ich hätte mit "Dann lauf´ halt nebenher, das geht eh´ schneller, dumme Gans" gekontert.

Der Schauplatz des finalen Fights ist für einen Waldfilm erstklassig gewählt und was unsere Looser-Truppe hier an Waffen auffährt ist kaum packbar. Wobei man auch nicht vergessen darf: wer bei einer eiligen Flucht per Boot daran denkt, eine Schaufel für die Beerdigung von zufällig ins Boot fliegenden toten Freunden mitzunehmen, dem ist alles zuzutrauen.

ANGST ist kein normaler Slasher-Film und ich glaube fest daran, dass es Eggars Hütte und/oder zumindest die Tüte Mushrooms, welche dort gefunden wurde, wirklich gab, denn ohne deren Verzehr ist die Existenz dieses Films kaum erklärbar.

Ein ausgeklügeltes Konzept, um Realismus zu erzeugen. Und Angst. Kaufempfehlung? Kaufempfehlung!

(Bernd)

 


 

Der Film hat einen sehr faden Nachgeschmack bei mir hinterlassen, weil ich einfach die grundlegende Rahmenhandlung nicht ganz nachvollziehen konnte. Was ist das für eine Art Ausflug gewesen? Warum müssen die Mitglieder im Wald Arbeiten verrichten? Ist es kein Urlaub? Warum wächst im Wald plötzlich Marihuana? Der Film hat mich fragend und verzweifelnd zurückgelassen.


Abseits davon rennt auf jeden Fall ein psychopathischer Mörder durch den Wald und will alle töten - so weit komme ich mit. Der Mörder ist dann auch die direkt zu Anfang vermutete Person. Wer auf eine plötzliche Wendung oder irgendwelche anderen Überraschungen wartet, ist hier fehl am Platze. Was aber nicht ausbleibt ist eine sehr hektische Stimmung, speziell zu Beginn des Films. Ich weiß nicht, ob das so intendiert worden war, aber die Charaktere reden die ganze Zeit ununterbrochen wirres Zeug, die Kamera wackelt und es herrscht eine recht angespannte Atmosphäre. Der Film ist so plötzlich vorbei wie er angfangen hat. Pluspunkte gibt es noch für die ältere Frau im Bärenfell. Kultige Schreie die sie da abgibt!

(Plasmo)

 

Schreie der Nacht


 

Wo wir gerade bei Schreien sind: Wer tatsächlich so naiv war und gedacht hat, dass der Film Bezug auf den Titel nehmen würde, dem sei hier abgewunken.


Hier gibt es ein waschechtes Psycho-Ripoff mit allem was dazugehört. Eine nach Außen hin übermäßig moralisch erscheinende Hausfrau und Besitzerin eines Fremdenhauses kommt über den Tod (und im speziellen seine noch zu Lebzeiten ausartende Affäre mit einer anderen Frau) ihres Mannes nicht hinweg. Sie bewahrt die Leiche bei sich im Keller auf und spricht mit ihr. Wenn sie mal eine besonders gut gemeinte schizophrene Minute hat, schlüpft sie überdies auch gerne in seine Rolle, um dann Rache an den "Unzüchtigen" zu nehmen. Eine echte Powerfrau also!
Die Rolle ist übrigens äußerst überzeugend und durchweg ernstzunehmend gespielt. Es macht wirklich Freude dieser rustikalen Frau bei ihrem "Geschäft" zuzusehen. :-P


Der Aufbau des Films ist solide inszeniert und baut stetig Spannung auf. Die Lösung lässt sich zwar schon vorher erraten, bleibt aber bis zum Showdown im Dunkeln.

 

(Plasmo)

 


  

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0 #1 google.com 2017-04-26 00:30
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