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Trash Collection 060 - NIGHT TRAIN TO TERROR

thumb tc060»Gotteswahn oder Teufelskult? Dichtung oder Wahrheit? Sehen Sie selbst!«


 

 

 

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Night Train to Terror


 

Die Verwirrung, die dieser Film bei mir auslöste war immens. Die Information, dass es sich hierbei um einen Episodenfilm handelt, hätten mir die ersten 15 Minuten wirklich erheblich vereinfacht, aber man kann halt nicht alles haben. Ganze drei Episoden umfasst der Film wohingegen die dritte die längste darstellt, aber immer schön der Reihe nach.
Die Rahmenhandlung beginnt mit einer jugendlichen Rockband in einem Zug, die gerade ihr Lieblingslied daherträllern. Dieses Lied haben sie so gern, dass sie den gesamten Film über immer nur diesen einen Song spielen. In einem anderen Abteil sitzen Gott und der Teufel und unterhalten sich völlig losgelöst zum restlichen Geschehen über drei Personen, welche die folgenden Episoden eben zu ihrem Gegenstand haben.

Die erste Episode handelt von einer Klinik, in der die Insassen gefoltert und getötet werden, woraufhin ihr Fleisch dann an Lebensmittelkonzerne weltweit verkauft wird. Eine krude Erpressungsstory und eine Liebschaft ist auch noch irgendwie mit eingebaut. In der zweiten Episode verliebt sich ein junger Mann in die Hauptdarstellerin eines Pornos, den er mit seinen Kollegen beim Saufen schaut. Er macht sie ausfindig und die beiden verlieben sich. Ihr Zuhälter, mit dem sie auch gleichzeitig zumindest teilweise zusammen ist, findet ihren neuen gar nicht toll und so gehen sie alle gemeinsam zu einer Gruppe, die mithilfe von lustigen Spielen auf einfältige Art und Weise ihr Leben riskieren. In der dritten Episode nun kommt der Teufel persönlich zum Zug (oder wie man dann in der Rahmenhandlung erfährt, doch nur ein Gehilfe). Ein ehemaliger KZ-Häftling sieht einen Offizier von damals im Fernsehen und ist sehr überrascht, dass dieser erstens noch lebt und zweitens sich überhaupt nicht verändert hat. Er versucht die Polizei zu überzeugen doch keiner hört ihm zu. Daneben hat ein anderer Mann noch ein Buch mit dem plakativen Titel "God is dead" rausgebracht, das die Existenz Gottes widerlegen soll. Als der Satan aber mit diesem Mann zusammenarbeiten will, lehnt dieser ab, da er der Überzeugung ist, dass es sowohl Gott als auch den Teufel nicht gibt. Danach gibt es irgendwie ein paar tolle Monster zu sehen und ein paar Menschen sterben.


Achja, zum Schluss verunglückt noch der Zug in der Rahmenhandlung. Weil Gott die Rockband aber so gerne hat, dürfen sie mit dem Zug im Weltall weiterfahren und auf ewig ihren verdammten Song spielen.

Liest sich das ungeordnet, wild zusammengewürfelt und kaum strukturiert? Gut, dann habe ich in etwa die Atmosphäre des Films einfangen können. Die Episoden versuchen scheinbar komplette Filmhandlungen auf jeweils 20 Minuten runterzubrechen was im Trashchaos endet. Da verwundert es auch kaum, dass tatsächlich zwei der Episoden von Night Train to Terror komplette Filme waren und hier dementsprechend gekürzt worden sind. Die Schnipsel der zweiten Episode gehen auf den bisher in Deutschland unveröffentlichten Death Wish Club (USA 1983) zurück und die dritte Episode beruht auf Cataclysm - Der unendliche Alptraum (USA 1980). Laut meiner Recherche ist also nur die erste Episode neu gedreht worden. Wer weiß, vielleicht wollte man auch dafür einen gesamten Film abdrehen, hat aber aufgrund von chronischer Demotivation aufgegeben und mithilfe der anderen Filme wenigstens diesen ollen Episodenhorror zusammengeschnitten.


Durch die ja fast schon avangardistische Abfolge der Bilder, durch das Stakkato an eigentlich sonst handlungsentscheidenden Szenen erlebt der Film ein ordentliches Tempo ohne jemals auch nur den Hauch eines Leerlaufs aufkommen zu lassen. Wir bekommen wirklich tolle Stop-Motion Monster zu sehen und sogar eine tanzanische Mörderfliege (sic!). Dazu eine deftige Portion Splattereffekte, viele abgetrennte Gliedmaßen und nackte Brüste. Der Film macht mit anderen Worten also richtig Spaß! Was sich anfangs als äußerst gewöhnungsbedürftig und vor allem chaotisch gibt, wird, wenn man sich denn drauf einlässt, zu einer gediegenen Abendunterhaltung des Trashfreunds.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist: John Phillip Law spielt auch mit!

(Plasmo)

 


  

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Kommentare   

 
0 #2 BHW 2017-04-15 15:13
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0 #1 BHW 2017-04-10 13:02
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