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Trash Collection 040 - THE STABILIZER

»Eine gnadenlose Abrechnung auf Leben und Tod.«


 

 

 

The Stabilizer


 

Weiter geht´s mit indonesischer 80er Action und dem Rambo-Gesicht Peter O´Brian, welches leider in viel zu wenigen Filmen aufgetaucht ist. Seine Frisur und seine Grobmotorik für Mode hätten mehr verdient gehabt.

Ein Professer, der eine Formel für einen Rauschgiftdetektor erfunden hat, wird von der Rauschgiftmafia entführt - ein Fall für den Stabilizer! Passend zu seinem Namen soll er dafür sorgen, dass Gut und Böse wieder stabil nebeneinander da stehen, wird uns erklärt. Die Bösewichte des Films erkennt man an den hässlichen Ohrringen: überdimensional große Dreiecke.

Um den Professor zu foltern stellt der Chef der Bande, Rainmaker, seine Badeexzesse ein. Seine Nixe ist eine wohlgenährte Dame und der schüttet er genüsslich Bier (!) über die ausladenden Hüften - merkwürdigerweise findet diese das sogar erregend. Rainmaker ist des Stabilizers Todfeind. Er hat mal seine Verlobte vergewaltigt und getötet. Das Unglaubliche an dieser Rückblende ist aber nicht die gezeigte Gewalt, sondern die Einrichtung der Puffbude seiner Verlobten und das Bild des Stabilizers an der Wand: sexy mit Netzhemd auf nackter Brust posend - brutal!

Der Stabilizer hat einen unglaublich schlechten Geschmack, was Kleidung, Frisur und Sonnenbrillenwahl angeht, was mich ständig davon abhält, die dünne Story zu verfolgen. Klar, wir sind hier in den 80ern, aber das hier ist sowas wie ein 80er Konzentrat. Einmal trägt er eine unvorteilhaft geschnittene Tarnhose, die weit über dem Bauchnabel hoch geschnürt ist. Ein andermal einen gestreiften Pulli mit großem V-Ausschnitt, der dann auch noch zum Wet-Shirt-Contest herhalten muss. Mittlerweile ist auch die Tochter des Professors in der Clique und beim großen Befreiungsschlag ihres Papas (super Garagen-Action!) trägt die pummelig veranlagte Dame (der Regisseur scheint ein Fable dafür zu haben) ein orange-rot gestreiftes Kostüm! Wie unauffällig, um sich nachts an das Lager anzuschleichen... mich würde es jetzt gar nicht wundern, wenn sich Pia Zadora plötzlich tanzend in den Weg stellen würde. Blutige Szenen gibt es aber auch, wenn zB jemand während einer Schlägerei in die noch aktive Heckenschere fällt.

Der Film besteht handlungstechnisch eigentlich nur aus einer Aneinanderreihung von Actionszenen, welche sicherlich nicht immer ideal ins Licht gesetzt wurden und deren Logik eine großangelegte Suche nötig macht, aber das stört mich hier überraschenderweise nicht. Der Film ist verdammt kurzweilig. Es gibt die üblichen Intrigen. Bösewichte, welche die Seite wechseln oder auch nur so tun. Und dazwischen das wichtigste: handfeste Prügeleien, die verdammt ehrlich rüberkommen. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei den Dreharbeiten so manche Prellung zurückblieb.

Fazit: ein solider 80er Action-Knaller der kurzweiligen Sorte.

(Bernd)

 


  

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