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Trash Collection 038 - TEUFLISCHE BRÜSTE

»Die Waffen einer Frau gegen ein skrupelloses Verbrechersyndikat.«


 

 

 

Teuflische Brüste


 

"Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern" (Zitat irgendeines Politikers)

Chrystal hat zwei große Dinger und einen kleinkriminellen Freund. Um letzteren macht sie sich Sorgen... zu recht. Denn er hat bei einer krummen Tour ein Notizbuch mitgehen lassen, auf das sein Chef scharf ist: sein Todesurteil. Chrystal bekommt alles via Telefon live mit. Auch den Namen einer der beiden Mörder und dessen Aufenthaltsort. In einem Striplokal heuert sie an, um ihm aufzulauern. Das klappt. Mit ihren teuflisch großen Brüsten sorgt sie für einen sauerstoffarmen Abgang. Auch der 2. Mörder geht ihr auf ähnliche Weise in die Falle bzw ins Dekolleté. Chrystal fährt nach vollendeten Taten zu ihrem Papa zurück. Und da sieht es nicht nach Happy End aus …

Ich dachte ja immer, der Film ist sicherlich nichts für mich. Das ist nur was für Männer mit Mamakomplex. Aber jetzt bin ich heilfroh, oben zitierten Politikerspruch in die Realität umgesetzt und mir die DVD doch zugelegt zu haben. Chesty Morgan ist eine phantastische Schauspielerin! Sie kümmert sich Null um Emotionen, sie ist einfach nur da. Auch auf erotischer Ebene geht nicht wirklich was ab. Sie liegt in einer für ihre Ausmaße viel zu engen Badewanne unbequem eingequetscht und seift sich ein. Sie trägt die vielleicht hässlichsten Unterhosen, die ich jemals sehen musste. Ihr Badeanzug hinterlässt beim Betrachter das Gefühl von Atemnot. Und für die Bandscheiben ist das eh Gift. Nein, meine Befürchtungen von rein auf XXXL-Körbchen basierenden pornoesken Schund haben sich nicht bewahrheitet. Wenn hier irgendwas Porno ist, dann ist es einzig und allein die Synchro. "Wenn ich deine Glocken sehe, dann schlägt mein Klöppel aus." "Na dann komm doch her, mein Glöckner von Notre Dame." Aber kaum geht es zur Sache, dann bleiben die Klamotten größtenteils an und die Kamera schwenkt verschämt auf die Seite. Verklemmt, unsexy, aber voller Charme.

Schön sind auch die Dialoge aus dem Off, die vertonten Gedanken, welche den Film durchsetzen. Dadurch wird die eh schon spärliche Handlung nochmal erklärt. Das erinnert an Highlights aus Jugendvorstellungen, wo Filme nonstop gezeigt wurden und man sich nach Lösen der Eintrittskarte einfach dazusetzte und den Film ab-irgendwann-Mitte verfolgte und so lange sitzen blieb, bis man einmal durch war. Oder ihn sich gleich nochmal ansah. Bei den richtig guten Streifen war die Handlung aus dem Kontext heraus jederzeit selbsterklärend. Das funktioniert bei den teuflischen Brüsten auch. Ein feiner 70er Jahre Rache-Krimi aus der untersten Schublade und ein Highlight der Trash Collection, welches man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.

(Geschrieben in nahezu Vollbesitz meiner geistigen Kräfte.)

(Bernd)

 


  

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