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Trash Collection 102 - Mania

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»Erleben Sie in vier packenden Geschichten einen Horrortrip voller Grauen im atemberaubenden Stil Alfred Hitchcocks und Rod Serlings!«


 

 

  

 

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4 Regisseure, 4 Kurzgeschichten, alle aus einem Guss. Der Name, der im Vorspann am prominentesten auftritt, ist Paul Lynch, dem wir u.a. den wohlbekannten Slasher PROM NIGHT zu verdanken haben. Mania verschwendet keine Energie an eine Rahmenhandlung, sondern legt gleich los...

SEE NO EVIL

Der Büroangestellte steht zwar kurz vor den Flitterwochen (Sie will auf die Kanaren), dennoch ist er ein super Kunde bei einer Dame, die das älteste Gewerbe der Welt ausübt. Er schenkt ihr sogar Ohrringe! Im Bett muss unser Held ein richtig steiler Zahn sein; jedenfalls behauptet sie, dass es mit keinem anderen so viel Spaß macht. Das hört er natürlich gerne! Und wie er noch so heldenhaft aus dem Fenster schaut, muss er mit anschauen, wie sein Gspusi von einem alten Sack dahingemeuchelt wird. Er rennt zum Telefon, ruft die Polizei an, doch dann... legt er einfach wieder auf?! Er hat wohl schiss, dass seine horizontale Nebentätigkeit öffentlich wird. Tja, aber jetzt ist er quasi Mittäter, denn der Meuchelbruder hat ihn am Fenster genau erkannt und versucht nun, ihm die Schuld in die Schuhe bzw die Mordwaffe in den Leuchter zu schieben…

Meine Lieblingsrolle dieser Episode hat der ekelhafte Kommissar inne. Er sagt weder "Guten Tag" oder "Darf ich bitte hereinkommen". Und er würde sich auch wie ganz selbstverständlich diese dicken, stinkenden Zigarren in einer fremden Wohnung anzünden.

THE INTRUDER

In einer noblen Gegend wird immer öfter eingebrochen. Deswegen kommt die Dame des Hauses, welche selbst zum Frühstück einen Pelzmantel trägt (dund kaum was darunter - oh, ich schweife ab...), auf die Idee, einen süßen kleinen Wachhund zuzulegen. Ihr Mann hat Angst vor Hunden, weil ihm einer als Kind mal das Gesicht zerfetzt hat. Er muss einen guten Chirurgen haben, denn davon sieht man jetzt überhaupt nichts mehr. Von dieser Phobie sagt er seiner Frau aber nichts, weil es doch lächerlich ist, dass ein erwachsener Mann von Hunden Angst hat. Sie holen sich einen widerlich überfetteten Rottweiler und nennen ihn "Dogs". Das ist so, wie wenn man seinen Sohn auf den Namen "Jungs" tauft. Für sie ist Dogs der vielleicht süßeste Schnuffelbuffel der Welt, für ihn der blanke Horror. Als seine Frau für ein paar Tage zu ihrer Schwester fährt und Mann mit Hund allein zuhause lässt, greift er zum Rattengift. Doch manchmal kommt es anders als man glaubt …

Meine Lieblingsrolle dieser Episode hat eindeutig der sabbernde Köter mit dem treudoofen Dackelblick gepachtet. Natürlich sind Rottweiler vom Körperbau her keine Leichathleten, aber was dieses überfettete Monster auf die Waage bringt, das ist jenseits von Gut und Böse.

HAVE A NICE DAY

Kellys Tochter hat das Fieberthermometer fast zum schmelzen gebracht, weil sie heute keinen Bock auf Schule hat. Doch ihre pummelige Mama bleibt hart. Kein Wunder also, dass sie sich Vorwürfe macht, als wenige Minuten später ein Entführer sie erpresst. "Tu immer genau das, was ich sage, sonst geht es Deiner Tochter an den Kragen." Der Entführer wendete damals schon NSA-Methoden an und weiss genau bescheid, wo Mama Kelly die Klunker gebunkert hat …

Meine Lieblingsrolle hat natürlich die verheulte Kelly, welche der Episode einen leichten Hauch von Sleaze (Duschszene, kurzes Zwangskuscheln mit dem Entführer) verpasst.

THE GOOD SAMARITAN

Ein Mann, der eher zur feigen Sorte seiner Gattung zählt, hört auf dem U-Bahnhof Frauenschreie. Gar mutig greift er ein und flüchtet mit der Frau, gefolgt vom Angreifer. Er wohnt zum Glück nicht weit weg, verrammelt die Fenster und hofft, dass der Kerl bald verschwindet. Aber warum lässt nur die verständigte Polizei so lange auf sich warten? …

Eine kurzweiliger Indoor-Thriller mit einer grandiosen finalen Einstellung - Durchhalten lohnt sich! Meine Lieblingsrolle hat der Punk mit dem schmucken Spinnennetz-Tattoo im Gesicht, der sich grinsend mit Lackspray die Haare färben lässt.

Fazit

Wohlfühl-Thrill mit netter Synchro aus der unteren TV-Schublade und im angenehmen Midtempo-Bereich: es wird nie langweilig und viel nachzudenken gibt es auch nicht. Eine messerscharfe Kaufempfehlung!

(Bernd)


  

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