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Trash Collection 104 - Zombie Death House

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»John Saxons (Nightmare – Mörderische Träume, Asphalt Kannibalen, Tenebre) Regie-Debut – erstmalig ungeschnitten!«


 

 

  

 

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zombie death house


 

Für ehemalige Vietnam-Helden ist eine Rückkehr in die normale, heile Welt meist nicht ganz einfach. Das haben durchschnittliche US-Streifen (Rambo) und cineastische Meilensteine (No Blood No Surrender - siehe Trash Collection #24) uns ja bereits erklärt.

Derek "Ich bin nur der Fahrer" Keillor steht vor genau diesem Problem. Vic Moretti fragt nicht nach einem lückenlosen Lebenslauf und stellt ihn als Chauffeur ein. Vic ist Dealer und angeblich sogar Mafiaboss, seine Freundin ein auftoupiertes Blondinchen und vielleicht auch seine Tochter.

(Zu Beginn des Films ist Vic Morettis Stimme regelmäßig aus dem Off zu hören, was dem Film eine geisterhafte Stimmung verpasst; eine überaus originelle Idee!)

Am Pool der heimeligen Villa erzählt sie Vic, dass sie nochmal in die Stadt muss, weil sie sich im Schlussverkauf was hat zurück legen lassen – eine von vielen Gelegenheiten für Derek "Ich bin nur der Fahrer" Keillor, die Blondine auf Farbechtheit zu checken. Als Vic mal wegen Schnupfen beim Kauf von Hehlerware nicht mit dabei sein kann, schickt er zwei brutale Vertreter mit Derek "Ich bin nur der Fahrer" Keillor zum Übergabeplatz. Derek wartet im Auto und als sich das Arrangement als Falle herausstellt, dreht er durch. Die Geister der Vergangenheit… mit einem physiotherapeutischen Ruck wird den Bandscheiben mächtig Luft zwischen den Halswirbeln verschafft.

Vic ist sauer und ertränkt einarmig seine Blondine in der Badewanne. Ihre Gegenwehr lässt vermuten, dass sie den teuren Fußboden nicht mit Wasserflecken ruinieren will. Der Mord wird natürlich Derek untergeschoben. Endstation Townsend: der Knast mit dem hohen Stromverbrauch. Hier treffen wir endlich auf unseren Asphalt-Kannibalen John Saxon, der mit bösen Viren Menschenversuche aus rein patriotischen Beweggründen (oder so ähnlich) betreibt. Doch das Experiment geht total in die Hose, was auch kein Wunder ist. In diesem Knast können Viren prima via Körperflüssigkeit weitergegeben werden. Vic Morettis Bruder ist ebenfalls Insasse und ziemlich heiß auf knackige Hintern (male). Der Wärter nimmt sich auch mal gerne einen Insassen nebenbei und im Stehen vor. Als alles (Todesurteilvollstreckung, Virenplage, Regieanweisungen, etc) außer Kontrolle gerät, wird ein Kamerateam in den Knast geschleust. Auch ein paar Ärzte versuchen, vor Ort ein Gegenmittel zusammen zu panschen (Originalton). Zu allem Unglück holt John Saxon auch noch seinen alten Mafiakumpel Vic Moretti in den Knast.

Irgendwie bekommt man als Zuschauer das Gefühl: die ganze Welt steckt jetzt da drin.

Derek findet in einer Ärztin sein Beuteschema, welches er aus dem Knast-Chaos befreien will. Doch das wird immer schwerer, da die Gänge zum Teil von ganzen Horden an Zombies (manchmal bis zu 3!) bevölkert werden…

Ich war sehr gespannt auf den einzigen Regie-Beitrag von Altmeister John Saxon, den ich sehr schätze. Nach Sichtung wird mir bewusst, warum es bei einem einzigen Regie-Beitrag blieb: früher war zwar vieles besser, aber massenkompatibel kann dieser Film selbst damals nicht gewesen sein.

Das Zombie Death House ist ein 80er-Jahre-Konzentrat mit vielen leckeren Zutaten aus dieser Zeit: Autoverfolgungsjagden mit Spritfressern, Knastfilm, Vietnam-Trauma, Untote inklusive zelebrierter Splattereinlagen (einen besonderen Bonuspunkt für Kreativität bekommt von mir die Szene, in der ein Gefängniswächter mit dem Gesicht in die Gitterstäbe gedrückt wird, bis er darin stecken bleibt).

"Spar Dir die Spucke, Du wirst sie noch in der Hölle brauchen." Ein Film wie ein Schlag ins Gesicht und ein würdiger Eintrag in die Trash Collection. Und beim Abspann laufen die Dead Kennedys… Kaufempfehlung? Kaufpflicht!

(Bernd)


  

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