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Trash Collection 103 - Forbidden Zone

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»Der völlig abgedrehte Kult-Klassiker von Richard Elfman nun endlich auf DVD! Durch diesen unglaublichen Streifen brettern die irrsten Typen. Un der Wanhunsssound von Oingo-Boingo fährt einem echt rein. Ein wahrhaft beispielloses Stück Kinogeschichte!«


 

 

  

 

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Mein erster Kontakt mit diesem kollektiv verdrängten Kleinod der Filmgeschichte fand im Kino statt. Während 90% der Zuschauer nicht glauben konnten was sie gerade für einen Haufen serviert bekommen, können sich die anderen 10% vor Lachen kaum retten. Ich verließ den Saal mit starken Bauchschmerzen. Welcher andere Film kann schon von sich behaupten mit Slogans wie "Einfach affengeil" und "Echt ätzend" beworben zu werden und den dadurch entstehenden Erwartungen dennoch im vollsten Umfang gerecht zu werden? Dieser Film ist wirklich "die absolute Härte", ein cineastisches non plus ultra, das Ende der Fahnenstange des schlechten Geschmacks.

Schon die äußere Erscheinung des Films weiß aufzufallen: Für das Produktionsjahr 1982 ist die Wahl in schwarz&weiß zu drehen eher unüblich, um es mal so euphemistisch wie möglich auszudrücken. Nun könnte man das natürlich auf den sonstigen abgefahrenen Artstyle schieben, aber Pustekuchen, die Verantwortlichen hatten schlichtweg einfach nicht genug Geld für Farbe. Die vielen Pappkulissen und wild bemalten, expressionistischen Hintergründe sieht man so vielleicht auch mit anderen Augen. Der Regisseur Richard Elfman hat einfach alle seine Freunde zusammengerufen und einen Haufen wilder Charaktere um sich versammelt und mit den geringsten Mitteln ein Meisterwerk geschaffen. Laut Gerüchten wurde nur einer der Schauspieler bezahlt, die meisten standen unbezahlt das erste (und letzte) Mal vor der Kamera.

Neben einer völlig abgefahrenen Story um die sechste Dimension und einen kleinwüchsigen Napoleonverschnitt, der mit seiner vollbusigen Königin über Butlerfrösche und andere Kreaturen regiert lebt der Film von seiner musikalischen Inszenierung. Verantwortlich für die Musik zeigt sich ein avantgardistisches Ska-Ensemble mit dem bedeutungsschwangeren Namen "The Mystic Knights of the Oingo Boingo". Die musikalischen Darbietungen reichen von "völlig abgefahren" bis "überaus wahnsinnig. Aus dem Versuch die Theaterauftritte dieser Musikgruppe auf Zelluloid zu bannen wurde letztlich dieser Film. Die Handlungsszenen zwischen den Musikstücken halten den Film wie ein loses Flickwerk zusammen.

Besondere Erwähnung sollte außerdem die deutsche Synchro finden, welche den Film sprichwörtlich veredelt. Aus Wahnsinn wird völliger Wahnsinn. Die Sprüche die teilweise kommen spotten jeder Beschreibung. Der Humor ist so schwarz und moralisch abwegig wie man sich nur wünschen möchte.

Totaler Sperrbezirk ist sicherlich einer der besten Filme der gesamten Trash Collection und nun endlich auch einem breiten Publikum zugänglich. Zumindest theoretisch, der Film ist nicht umsonst im Kino ein völliger Flop gewesen. Totaler Sperrbezirk ist und bleibt ein sehr spezieller Film für einen sehr speziellen Trashgeschmack. Alle anderen haben keine Ahnung.

(Plasmo)


  

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