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Trash Collection 101 - Rejuvenator

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»Heute noch eine Vision, morgen vielleicht schon Wirklichkeit!«


 

 

  

 

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Rejuvenator


 

"Das Gehirn wurde heraus gerissen!" (Die Rede ist von einem Tier aus dem Versuchslabor, nicht vom Regisseur; Anm. des Autors)

In einem OP-Saal, dessen Ausstattung an ein schlecht sortiertes Elektro-Ladengeschäft auf dem Land erinnert  (6 flimmernde TV-Geräte im Regal, sonst nichts), wird der etwas in die Jahre gekommenen Ruth ein Serum verpasst, über dessen Nebenwirkungen so wenig bekannt ist wie über genmanipulierte Lebensmittel. Ruth hat es eilig, denn schon seit vielen Jahren finanziert sie die Versuche Dr. Ashtons, ein lebensverjüngendes Mittelchen herzustellen. Die menschliche Großhirnrinde gibt den Saft auch her, allerdings müssen die Opfer relativ frisch, am besten lebendig, gemolken werden. Wer einmal auf das Zeug angefixt wurde, dessen Verbrauch steigert sich von Tag zu Tag, um nicht wieder rückfällig oder etwas noch viel schlimmeres zu werden.

Dass die Patientin nach der Operation mumienhaft verbunden da liegt, ist ein kleiner Filmschnitzer, der sich mit der Dramaturgie, welche durch das Auspacken zu erzeugen versucht wird, gerechtfertigt werden kann.

Der Mann, der die Leichen besorgt, nennt sich Hunter und sein Werbeslogan lautet "Frische ist unser Geschäft". Nebenbei verkauft er Fisch. Dennoch muss Dr. Ashton versuchen, schnellstmöglichst an eine synthetische Version des Serums zu gelangen.

Ruth bekommt mittlerweile ihre Mutationsschübe immer häufiger und heftiger. Sie sieht aus, als hätte H. R. Giger versucht, E.T. nachzubauen!

Als Dr. Asthon Ruth von dessen Versorgungsengpässen beichtet, hat sie einen tollen Vorschlag: "Nimm doch Studenten, gib ihnen 20 Dollar und ´ne Flasche Wein!"

Ruth macht es sehr zu schaffen, dass sie nicht mehr in ihrem Lieblings-Club, einem Rock-Schuppen mit Bauchtänzerin (was für eine Mischung!) und Live-Musik, abhotten und flotte Typen abschleppen kann. Als die Verwandlung mal wieder beginnt, sind die Poison Dolly´s gerade mitten in ihrem Hit "Nice Boy".

(Wenn ich mir die Hände von Ruth dann so ansehe, würde ich sie am liebsten zu Kate aus der Trash Collection 003 schicken.)

Auch der Versuchslabor-Zoo läuft mittlerweile Amok. Die Katastrophe ist unaufhaltbar …

Ein mir bis dato unbekannter Klassiker der Jekyll-Hide-Thematik, welcher ganz zeitgemäß seinen Re-Animator gelernt hat. Versucht mal, nach 8 Bier das Wort "Reanimator" auszusprechen und wundert Euch nicht, wenn "Rejuvenator" dabei rauskommt.

Die Effekte? Handarbeit! Und dabei geht es recht blutig zu, vom Genickbruch mit Köpfung bis zur schwungvollen Enthirnung ist alles dabei. Auf VHS wurden uns damals 18 Sekunden vorenthalten, hier haben wir, wie von CMV gewohnt, die ungeschnittene Fassung vorliegen.

Der Rejuvenator ist ein kleiner, unspektakulärer, aber sehr sympathischer 80er-Jahre-Unterhalter, welcher bestens in die Trash Collection Reihe passt.

"Was hier passiert ist, darf nie wieder passieren!" (Zitat vom Film-Ende, nicht vom Produzenten des Films; Anm. des Autors.)

(Bernd)


  

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