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Trash Collection 051 - DIE MUMIE DES PHARAO

thumb tc051»Ein legendärer und herausragender Zombieklassiker mit außergewöhnlich spannender Atmosphäre!«


 

 

 

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Die Mumie des Pharao


 

Gar grauslig wird 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung im Land der Pyramiden gemeuchelt. Aber irgendwann muss selbst der brutalste Pharao die Radieschen von unten ansehen. Da im staubtrockenen Ägypten Wurzelgemüse eher schlecht gedeiht, wird der Leichnam mumifiziert (man schnitzt grobmotorisch ein paar Innereien raus und gut ist´s) und zusammen mit Schätzen und den Anhängern, welche ihm freiwillig in den Tod folgen (umspektakuläre Zeremonie: sie legen ihren Kopf auf den Sarg und warten bis sie tot sind) in einem unscheinbaren Sandhügel (Pyramiden haben andere Formen, da bin ich mir ganz sicher) verschüttet. Und natürlich muss dazu auch noch ein Fluch ausgesprochen werden!

Viele Jahre später: das Grab wird entdeckt und soll nach Herzenslust ausgeplündert werden. Doch dann kommen Fremde, auf die man vorsichtshalber erstmal schießt. Sie entpuppen sich aber als Fotographen und Models. Nach einer kleinen Entschuldigung (so eine Ballerei kann ja mal vorkommen) nimmt man die Grotte in Beschlag, um hier richtig coole Posings zu shooten. Das Licht der Scheinwerfer bringt den Mumiensaft zum blubbern, der Pharao und seine Gefolgschaft von Zombies erwachen und der Fluch fordert seine Opfer …

Eine Mumie als Kopf einer Zombie-Bande: das ist eine Symbiose, welche wie die Faust auf´s Auge passt! In dieser Umsetzung sowieso, denn das Setting kommt mir spanisch (oder italienisch) vor. Ist das wirklich ein amerikanischer Film? Irgendwie untypisch, irgendwie... besser!

Die deutsche Synchro hält jede Menge Spaß bereit, die Zombies haben mit den Model-Damen und der Dorfbevölkerung auch welchen. Und den finalen Kampf könnte man mit ein bisschen guten Willen sogar als "spannend" betiteln.

Laut dem sehr empfehlenswerten Buch "Die läufige Leinwand" von Herrn Keßler wurde der Regie-Grundstein von DIE MUMIE DES PHARAO nicht vom erwähnten Frank Agrama gelegt; dieser besitzt eine relativ belanglose Filmographie. Eine weit interessantere Person war hier am Werk, namens Armand Weston. Weston hat u.a. mit DEFIANCE OF GOOD (1974) einen intensiven und gewalttätigen HC auf dem Kerbholz, welcher irgendwo zwischen Last House On The Left, Salo und (zu jener Zeit eher aus dem asiatischen Raum bekannten) pre-Torture-Porns anzusiedeln ist. Warum er das Zepter an Agrama, welcher eigentlich als Produzent fungierte, weitergab, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Der Film ist Dank seiner Zutaten (hübsche Damen, blutige Szenen, unfreiwillige Komik, ...) eine Bereicherung für die Trash Collection. Kaufempfehlung? Aber hallo!

 

(Bernd)

 


  

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