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073A/B – Laserkill – Todesstrahlen aus dem All

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Laserkill – Todesstrahlen aus dem All (USA 1978)

Originaltitel: Laserblast

Regie: Michael Rae

Darsteller: Kim Milford, Cheryl Smith, Gianni Russo, Ron Masak, Dennis Burkley, u.a. 


Inhalt: Zwei außerirdische Monster landen mit ihrem Raumschiff auf unserem Planeten. Aliens von groteskem Aussehen, ohne Gefühle und mit übermenschlichen Kräften ausgestattet. Mit ihren unfehlbaren Laserwaffen sind sie eine tödliche Gefahr. Sie besitzen die Macht, ganz normale Menschen auf geheimnisvolle Weise langsam zu verändern und in grausame Schreckensgebilde zu verwandeln. Dem fällt auch Billy zum Opfer, der ohnehin bereits einen ziemlich harten Tag hinter sich hat. Von Mutter und Freundin alleingelassen und mit einem Strafzettel für einen Wagen, der bald seinen Geist aufgibt, findet er bei einem Trip durch die Wüste eine der mysteriösen Laserwaffen. Billy schafft es, sie zu aktivieren, und langsam beginnt die Waffe Kontrolle über ihn zu bekommen…

Bonusmaterial: Original Trailer, Trailer zu M.A.R.K. 13, TORNADO, NINJA: AMERICAN WARRIOR, VOYAGE OF THE ROCK ALIENS, ALUCARDA und BIRDS OF PREY, animierte interaktive Menüs.

Sprachen: Deutsch, Englisch.

Laufzeit: ca. 79 min.

Bildformat: 1,66:1


Reviews:

Ein punkiger Freak mit grünem Gesicht und verdammt schlechter Perücke schleicht durch die Wüste. Er wird von zwei Stop-Motion-Aliens gejagt und schließlich auch erledigt. Übrig bleibt einzig und allein seine Laserkanone …

Billy geht´s nicht gut. Seine Mama fährt nach Acapulco, der abgedrehte Opa („Operation Sanddüne! Operation Sanddüne!“) seiner Freundin hält ihn für einen Spion, er wird von Gleichaltrigen verarscht und die kiffenden Ortspolizisten pinkeln ihm auch noch ans Bein. Ein typischer Looser eben.

Das ändert ab dem Zeitpunkt, als Billy in der Wüste die Laserkanone findet. Jetzt ist er der große Ballermann! Allerdings hat diese Waffe ein schlechtes Karma: sie nimmt Einfluss auf deren User, und das nicht zum besten … Jetzt hat Billy weitere Probleme: der Geheimdienst und die Aliens sind hinter ihm her…

»Der Himmel sieht aus wie eine Tasse; wie eine riesige blaue Tasse.«
»Ja, und wir sind der Satz, der Bodensatz, sonst nichts.«

Was sich vor allem in der ersten Hälfte des Films wie ein klassischer 80er Jahre Teeniefilm anfühlt, wird von einer schlechten Maske, seltsamen Stop-Motion-Szenen und vor allem vom ungelenken Agieren des Hauptprotagonisten (man hört förmlich die Regie-Anweisung „Jetzt schau mal ganz böse hin und her und schwenk dabei heftig dieses Laser-Ding!“) in eine erstklassige B-Movie-Unterhaltung katapultiert – genau da wollen wir auch hin!

Das finale Spektakel findet in einer geisterstadthaften Szenerie statt und lässt den Zuschauer genau so wortlos zurück wie Billys Freundin. Viele Autos, eine Kiosk-Bude, und sogar eine Werbetafel für Star Wars werden bei Laserkill in die Luft gesprengt, was für Charles Band Produktionsverhältnisse schon enorm ist. Der Ottonormalblockbusterkonsument wird das wahrscheinlich ganz anders werten, aber für Filmfreunde, die gerne mal in einer Schublade weiter unten wühlen, ist Laserkill ein Stück verdammt gute, von seltsamen Synthesizerklängen durchtränkte Unterhaltung. Prost.

(Bernd)

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